| Tagebuch
4:
29. Reisetag: Heute mussten wir die Montes de León überqueren. Danach ging es weiter nach Ponferada und Villafranca del „Bierzo“. Tagesleistung: 78 km. (ausführlicher Bericht: "Durch das 'Tal der Stille' zum Rabanal" - PDF, 225 KB) 30. Reisetag: Bei Nieselregen gingen wir den Cebreiro an. Auf der Fahrt vom Pass hinab setzte starker Regen ein, der uns bald völlig durchnässte. Auf den Cebreiro-Pass (1. 300 Meter) folgte der Alto San Roqua (1.270 Meter) und danach der Alto de Poja (1.3 37 Meter). Wir kamen völlig erschöpft in Triacastela an. 31. Reisetag: Der Tag fing leicht an: Die Sonne lugte durch hohe Wolken, und unser Weg folgte einem Flüsschen. Wir besichtigten das Kloster Samos und kamen dann nach Sarria. Danach ging es nur noch stark bergauf, und der für Radfahrer empfohlene Weg war wegen der vorausgegangenen Regenfälle unpassierbar. In Palas de Rey fanden wir schließlich ein neu erbautes Hostal. 32. Reisetag: Nur noch 70 km, eine durchschnittliche Tagesleistung, bis Santiago. Trotz anhaltenden Regens fuhren wir los, weil wir gerade am heutigen Tag - Hermines Geburtstag - unser Reiseziel erreichen wollten. Wir wurden viemal durchnässt. Dann waren wir in Santiago de Compostela - 812 Kilometer ab St Jean Pied de Port und 2.386 Kilometer ab Ingelheim lagen hinter uns. Wir nahmen Quartier im Hostal de los Reyes Católicos. Dann holten wir uns in der Kathedrale Pilgerstempel und -zertifikat. 33. Reisetag: Um 12.00 Uhr besuchten wir die große Pilgermesse in der Kathedrale. Diese war proppevoll; wir fanden mit Mühe zwei Sitzplätze. Pilger aus aller Welt wurden begrüßt. Wir sind am Ziel unseres bisher längsten Weges! Rückreise: Mit Glück konnten wir zwei Plätze (einschließlich Fahrradtransport) im Eurobus nach Deutschland buchen. Die Rückfahrt durch Nordspanien wurde zu einem schönen Erlebnis. Das Wetter wendete sich: Die Landschaft war sonnendurchflutet, voller Blumen und blühendem Ginster. Am 31. Mai 2000 um 17.02 Uhr kamen wir am Bahnhof in Gau-Algesheim an. Wir waren insgesamt 35 Tage unterwegs.
|